Billard Regeln

Spielregeln 8-Ball
8-BALL (Standardisierte Weltregel)
4.1 Ziel des Spiels
4.2 Ansage
4.3 Aufbau der Kugeln
4.4 Abwechselndes Anstoßrecht
4.5 Fouls bei Jumpshots und Kopfstößen
4.6 Korrekter Eröffnungsstoß (Definition)
4.7 Weiße fällt bei korrektem Eröffnungsstoß
4.8 Farbige springt beim Eröffnungsstoß vom Tisch
4.9 Die “8″ fällt beim Eröffnungsstoß
4.10 Offener Tisch (Definition)
4.11 Wahl der Gruppe
4.12 Korrekter Stoß (Definition)
4.13 Sicherheitsspiel
4.14 Wertung
4.15 Strafe nach einem Foul
4.16 Kombinationsstöße
4.17 Unkorrekt versenkte Kugeln
4.18 Farbige Kugeln, die vom Tisch springen
4.19 Spiel auf die “8″
4.20 Verlust des Spiels
4.21 Pattsituation
4.0 8-BALL (Standardisierte Weltregel)
Die allgemeinen Pocket-Billiard-Regeln finden grundsätzlich Anwendung, es sei denn, daß diesen hier
ausdrücklich widersprochen wird.
4.1 Ziel des Spiels
(1) 8-Ball ist ein Ansagespiel, das mit 15 durchnumerierten farbigen Kugeln und der Weißen gespielt
wird.
(2) Ein Spieler muß die Kugeln der Gruppe von 1-7 (Volle) spielen, während der Gegner die Kugeln von
9-15 (Halbe) spielt.
(3) Der Spieler, der als erster auf korrekte Art und Weise die Kugeln seiner Gruppe und dann die “8″
versenkt, gewinnt das Spiel.
Abbildung 2
4.2 Ansage
(1) Bei Ansagespielen müssen offensichtliche Kugeln und Taschen nicht angesagt werden. Wenn er
sich dessen nicht sicher ist, hat der Gegner das Recht nachzufragen, welche Kugel in welche Tasche
gespielt werden soll.
(2) Stöße über Bande und Kombinationsstöße werden nicht als offensichtlich angesehen und sollten
(Kugel und Tasche) angesagt werden.
(3) Bei der Ansage ist es nicht nötig, Details wie Anzahl der Banden, Carambolagen etc. anzugeben.
(4) Alle Kugeln, die mit Foul versenkt wurden, bleiben in den Taschen, egal ob Sie dem Spieler oder
dem Gegner gehören.
(5) Beim Eröffnungsstoß muß keine Ansage erfolgen. Der Spieler bleibt am Tisch, wenn er mit einem
Eröffnungsstoß eine Kugel korrekt versenkt.
4.3 Aufbau der Kugeln
Die Kugeln werden zu einem Dreieck am Fußende des Tisches aufgebaut, wobei die “8″ in der Mitte
des Dreiecks, die vorderste Kugel des Dreiecks auf dem Fußpunkt und an den hinteren Ecken jeweils
eine Volle und eine Halbe liegt (Abbildung 2).
4.4 Abwechselndes Anstoßrecht (entfallen)
4.5 Fouls bei Jumpshots und Kopfstößen
Während die Regel “nur Fouls mit der Weißen” in Kraft ist, wenn kein Schiedsrichter das Spiel leitet,
sollte der Spieler wissen, daß es als Foul angesehen wird, wenn während eines Jumpshots,
Bogenstoßes oder Kopfstoßes eine Kugel sich bewegt, die nicht anspielbar ist, weil versucht wurde,
über Sie oder um Sie herum zu spielen (egal, ob die Kugel durch die Hand, das Queue, das Hilfsqueue
oder Durchstoß bewegt wurde).
4.6 Korrekter Eröffnungsstoß (Definition)
Um einen korrekten Eröffnungsstoß auszuführen, muß der eröffnende Spieler (mit Lageverbesserung
im Kopffeld) entweder
a) eine Kugel versenken oder
b) mindestens vier farbige Kugeln eine Bande anlaufen lassen.
Gelingt ihm dies nicht, so begeht er ein Foul und der dann aufnahmeberechtigte Spieler kann
a) die Position so übernehmen und weiterspielen oder
b) die Kugeln neu aufbauen lassen und selbst einen neuen Eröffnungsstoß durchführen oder den
Gegner neu anstoßen lassen.
4.7 Weiße fällt bei korrektem Eröffnungsstoß
(1) Fällt einem Spieler bei einem korrekten Eröffnungsstoß die Weiße,
a) bleiben alle versenkten Kugeln in den Taschen (Ausnahme: die “8″, siehe Regel 4.9),
b) es steht ein Foul zu Buche und
c) der Tisch ist offen.
(2) Der dann aufnahmeberechtigte Spieler hat Lageverbesserung im Kopffeld und darf keine Kugel
direkt anspielen, die sich im Kopffeld befindet, es sei denn, die Weiße verläßt zunächst das Kopffeld
und kehrt dann in dieses zurück, um eine Kugel zu treffen.
Kommentar: Wenn die Weiße bei einem ansonsten korrekten Stoß in eine Tasche fällt oder vom Tisch
springt, so kann der Gegner nicht neu aufbauen lassen.
4.8 Farbige springt beim Eröffnungsstoß vom Tisch
Spielt ein Spieler mit seinem Eröffnungsstoß eine Farbige vom Tisch, so liegt ein Foul vor und der
Gegner kann
a) die Position der Kugeln übernehmen und weiterspielen oder
b) die Weiße im Kopffeld verlegen.
Kommentar: Siehe auch Regel 4.18.
4.9 Die “8″ fällt beim Eröffnungsstoß
(1) Wird die “8″ mit dem Eröffnungsstoß versenkt, so kann der eröffnende Spieler verlangen, daß
a) neu aufgebaut wird oder
b) die “8″ wieder eingesetzt wird und er selbst so weiterspielt.
(2) Fallen dem Spieler beim Eröffnungsstoß die Weiße und die “8″, so kann der Gegner
a) neu aufbauen lassen oder
b) die “8″ wieder einsetzen lassen und aus dem Kopffeld weiterspielen.
4.10 Offener Tisch (Definition)
(1) Der Tisch ist “offen”, wenn die Farbgruppen (Halbe und Volle) den Spielern noch nicht zugeordnet
sind. Ist der Tisch offen, ist es erlaubt, mit einer Halben eine Volle zu versenken und umgekehrt.
(2) Der Tisch ist unmittelbar nach dem Eröffnungsstoß immer offen. Ist der Tisch offen, ist es erlaubt,
mit einer Halben, einer Vollen oder der “8″ eine angesagte halbe oder volle Kugel zu versenken. Ist der
Tisch offen und die “8″ ist die Kugel, die als erstes angespielt wird, so kann keine Halbe oder Volle zum
Vorteil des Spielers versenkt werden. Der Spieler gibt dann seine Aufnahme ab. Alle versenkten Kugeln
bleiben in den Taschen. Der dann aufnahmeberechtigte Spieler kommt mit Auswahl an den Tisch. Bei
offenem Tisch bleiben alle unkorrekt versenkten Kugeln in den Taschen.
Kommentar: Falls ein Spieler alle Kugeln einer Farbe mit dem Anstoß versenkt, so kann er entweder
die andere Farbe oder die “8″ wählen.
4.11 Wahl der Gruppe
(1) Die Wahl der Gruppe ist nie mit dem Eröffnungsstoß getroffen, selbst dann nicht, wenn Kugeln
beider Gruppen fallen.
(2) Unmittelbar nach dem Eröffnungsstoß ist der Tisch immer offen.
(3) Die Gruppe wird dann bestimmt, wenn der Spieler eine angesagte Kugel nach dem Eröffnungsstoß
korrekt versenkt.
4.12 Korrekter Stoß (Definition)
(1) Bei allen Stößen (ausgenommen beim Eröffnungsstoß und wenn der Tisch offen ist) muß der Spieler
eine Kugel seiner Farbgruppe zuerst treffen und dann
a) eine farbige Kugel versenken oder
b) die Weiße oder irgendeine farbige Kugel eine Bande anlaufen lassen.
(2) Es ist erlaubt, daß der Spieler seine eigene Kugel über Bande anspielt, jedoch muß nach der
Berührung der Weißen mit der Farbigen entweder eine Kugel versenkt werden oder die Weiße oder
eine Farbige eine Bande anlaufen.
4.13 Sicherheitsspiel
(1) Aus taktischen Gründen kann ein Spieler eine seiner Kugeln offensichtlich versenken, aber seine
Aufnahme trotzdem beenden wollen, indem er vor dem Stoß “Sicherheit” ansagt. Ein Sicherheitsstoß
wird als korrekter Stoß angesehen.
(2) Möchte ein Spieler mit einem Sicherheitsstoß eine Kugel versenken, muß er seinem Gegner vor
dem Stoß die “Sicherheit” ansagen. Wird dies nicht getan und eine der Kugeln des Spielers wird
versenkt, so muß der Spieler weiterspielen. Alle Kugeln, die mit “Sicherheit” versenkt werden, bleiben in
den Taschen.
4.14 Wertung
Ein Spieler darf solange weiterspielen, bis es ihm mißlingt, eine Kugel seiner Gruppe korrekt zu
versenken. Nachdem ein Spieler alle Kugeln seiner Gruppe versenkt hat, darf er auf die “8″ spielen.
Kommentar: D.h. nachdem alle Kugeln des Spielers versenkt sind und egal, ob er dies selber gemacht
hat oder nicht.
4.15 Strafe nach einem Foul
(1) Der Gegner hat freie Lageverbesserung auf dem ganzen Tisch. (Es muß nicht aus dem Kopffeld
gespielt werden außer nach dem Eröffnungsstoß). Diese Regelung hindert einen Spieler daran,
absichtliche Fouls zu spielen, die seinem Gegner Nachteile bringen.
(2) Bei der freien Lageverbesserung auf dem ganzen Tisch darf sich der Spieler die Weiße mit der Hand
oder jedem Teil des Queues (inklusive der Pomeranze) dort hinlegen, wo er Sie plazieren möchte
(wenn nötig, mehr als einmal).
(3) Liegt die Weiße in Position, zählt jede Stoßbewegung, wenn der Stoß nicht korrekt ist, bei der die
Weiße berührt wird, als Foul.
4.16 Kombinationsstöße
Kombinationsstöße sind erlaubt; jedoch darf, außer wenn der Tisch offen ist, die “8″ nicht als erste
Kugel gespielt werden, .
Kommentar: Führt ein Spieler einen Kombinationsstoß aus, so muß er zunächst eine Kugel seiner
Farbe treffen.
4.17 Unkorrekt versenkte Kugeln
(1) Eine Kugel ist dann unkorrekt versenkt, wenn
a) während des Stoßes ein Foul begangen wird oder
b) die Kugel nicht in das angesagte Loch fällt oder
c) vor dem Stoß “Sicherheit” angesagt worden ist.
(2) Unkorrekt versenkte Kugeln bleiben in den Taschen.
4.18 Farbige Kugeln, die vom Tisch springen
(1) Springt eine farbige Kugel vom Tisch, so liegt ein Foul vor und die Aufnahme ist beendet.
(2) Springt die “8″ vom Tisch, ist das Spiel verloren. Jegliche vom Tisch gesprungenen Kugeln werden
in numerischer Reihenfolge wieder eingesetzt.
4.19 Spiel auf die “8″
(1) Wird auf die “8″ gespielt, bedeutet ein Foul oder das Versenken der Weißen nicht den Spielverlust,
es sei denn, die “8″ fällt in eine Tasche oder springt vom Tisch. Der dann aufnahmeberechtigte Spieler
hat Lageverbesserung auf dem ganzen Tisch.
(2) Die “8″ kann niemals mit einem Kombinationsstoß korrekt versenkt werden.
4.20 Verlust des Spiels
(1) Ein Spieler verliert das Spiel, wenn er
a) ein Foul spielt, während er die “8″ versenkt (Ausnahme: siehe “8″ fällt beim Eröffnungsstoß)
b) die “8″ mit dem selben Stoß versenkt, mit dem er die letzte Farbige versenkt
c) die “8″ vom Tisch springen läßt
d) die “8″ in eine andere als die angesagte Tasche versenkt
e) die “8″ versenkt, bevor er berechtigt ist, darauf zu spielen.
(2) Alle Verstöße müssen angesagt werden, bevor der nächste Stoß ausgeführt wird, sonst werden Sie
als nicht existent angesehen.
Kommentar: Falls die “8″ mit einem Sicherheitsstoß versenkt wird, so ist das Spiel verloren. Gleiches
gilt, wenn die “8″ nach dem Anstoß versenkt wird, obwohl noch Kugeln beider Farbgruppen auf dem
Tisch sind.
4.21 Pattsituation
(1) Wenn nach drei aufeinanderfolgenden Stößen eines jeden Spielers (insgesamt 6 Stöße) klar wird,
daß keiner der Spieler ernsthaft versucht, das Spiel zu gewinnen (Entscheidung des Schiedsrichters
oder, wenn ohne Schiedsrichter gespielt wird, wenn beide Spieler zustimmen), weil das Anspielen einer
Kugel wahrscheinlich den Verlust des Spiels zur Folge haben würde, so wird die Partie neu begonnen.
Es beginnt der Spieler, der die abgebrochene Partie angestoßen hat.
(2) Diese Regel darf nur angewandt werden, wenn sich nur noch zwei Farbige und die “8″ auf dem
Tisch befinden.
(3) Drei aufeinanderfolgende Fouls bedeuten nicht den Verlust des Spiels.
Kommentar: Der Schiedsrichter kann auf unentschieden entscheiden, egal, wieviele Kugeln sich auf
dem Tisch (1, 2 oder 3) befinden. Der Schiedsrichter muß seine Absicht, das Spiel als unentschieden zu
werten, 6 Stöße vorher bekanntgeben. Falls nur ein Spieler versucht, das Spiel zu gewinnen, darf die
Partie nicht als unentschieden gewertet werden.

Spielregeln 9-Ball
5.0 9-BALL (Professionelle und Weltregel)
5.1 Ziel des Spiels
5.2 Aufbau der Kugeln
5.3 Korrekter Eröffnungsstoß
5.4 Fortführung des Spiels
5.5 Push-out
5.6 Fouls
5.7 Falsche Kugel
5.8 Keine Bande
5.9 Freie Lageverbesserung
5.10 Vom Tisch gesprungene farbige Kugeln
5.11 Fouls bei Jumpshots und Kopfstößen
5.12 Drei aufeinanderfolgende Fouls
5.13 Ende des Spiels
5.0 9-BALL (Professionelle und Weltregel)
Die allgemeinen Pocket-Billiard-Regeln finden grundsätzlich Anwendung, es sei denn, daß diesen hier
ausdrücklich widersprochen wird.
5.1 Ziel des Spiels
(1) 9-Ball wird mit neun numerierten farbigen Kugeln (Nr. 1-9) und der Weißen gespielt. Bei jedem Stoß
muß als erste Kugel diejenige mit der niedrigsten Zahl angespielt werden, aber die Kugeln müssen nicht
in der Reihenfolge versenkt werden.
(2) Versenkt ein Spieler eine Kugel korrekt, dann bleibt er solange am Tisch, bis er eine Kugel
verschießt, ein Foul begeht oder die “9″ versenkt und das Spiel damit gewinnt.
(3) Nach einem Fehlstoß muß der dann aufnahmeberechtigte Gegner von der Position weiterspielen, an
der die Weiße liegen geblieben ist. Nach einem Foul hat der Gegner freie Lageverbesserung auf dem
ganzen Tisch.
(4) Es muß nichts angesagt werden.
(5) Eine Partie ist dann beendet, wenn ein Spieler die nötige Anzahl Spiele gewonnen hat.
5.2 Aufbau der Kugeln
Die farbigen Kugeln werden diamantförmig aufgebaut, wobei die “1″ an der Spitze der Kugeln auf dem
Fußpunkt und die “9″ in deren Mitte liegt (Abbildung 3). Die anderen Kugeln können beliebig plaziert
werden. Alle Kugeln sollen so nah wie möglich aneinander liegen. Das Spiel beginnt mit
Lageverbesserung der Weißen aus dem Kopffeld.
Abbildung 3
5.3 Korrekter Eröffnungsstoß
Die Regeln für die korrekte Ausführung des Eröffnungsstoßes sind dieselben, wie für die anderen
regulären Stöße, außer
a) der eröffnende Spieler muß zuerst die “1″ treffen und entweder eine Kugel versenken oder zumindest
vier Farbige an eine Bande laufen lassen
b) wenn die Weiße in eine Tasche oder vom Tisch fällt, oder wenn die Erfordernisse des
Eröffnungsstoßes nicht erfüllt werden, so liegt ein Foul vor und der dann aufnahmeberechtigte Spieler
hat freie Lageverbesserung auf dem ganzen Tisch
c) wenn beim Eröffnungsstoß eine Farbige vom Tisch springt, liegt ein Foul vor und der dann
aufnahmeberechtigte Spieler hat freie Lageverbesserung auf dem ganzen Tisch. Die Farbige wird nicht
wieder eingesetzt (Ausnahme: die “9″ wird wieder aufgebaut, wenn Sie vom Tisch springt.)
5.4 Fortführung des Spiels
(1) Der Spieler kann bei dem Stoß, der unmittelbar nach dem Eröffnungsstoß folgt, “Push-out” spielen
(siehe Regel 5.5).
(2) Versenkt der Spieler eine oder mehrere Kugel(n) mit einem korrekten Eröffnungsstoß, so bleibt er an
der Aufnahme, bis er eine Kugel verfehlt, ein Foul begeht oder das Spiel gewinnt.
(3) Verfehlt der Spieler oder begeht er ein Foul, beginnt die Aufnahme des anderen Spielers, die
wiederum so lange dauert, bis dieser verfehlt, ein Foul begeht oder das Spiel gewinnt.
(4) Das Spiel endet, wenn die “9″ mit einem korrekten Stoß versenkt wird oder wenn das Spiel wegen
eines ernsten Verstoßes gegen die Regeln als verloren gewertet wird.
5.5 Push-out
(1) Derjenige Spieler, der unmittelbar nach einem korrekten Eröffnungsstoß an der Aufnahme ist, kann
“Push-out” spielen, um zu versuchen, die Weiße für die nachfolgende Wahlmöglichkeit in eine bessere
Position zu legen.
(2) Der Spieler muß den Push-out vor dem Stoß ansagen oder der Stoß wird als normal durchgeführt
gewertet.
(3) Bei einem Push-out muß die Weiße keine Farbige und keine Bande berühren, aber alle anderen
Foulgründe bleiben bestehen. Jegliche bei einem Push-out versenkte Kugel zählt nicht und verbleibt in
der Tasche (außer der “9″).
(4) Nach einem korrekten Push-out darf der Gegner von der Position aus weiterspielen, in die der
Spieler die Weiße gespielt hat oder er darf den Stoß an den Spieler selbst zurückgeben, der Push-out
gespielt hat.
(5) Ein Push-out wird nicht als Foul angesehen, solange keine Regel (außer 5.7 und 5.8) verletzt wird.
Ein unkorrekter Push-out wird je nach Art des Fouls als Foul gewertet. Nach einem Foul beim
Eröffnungsstoß kann kein Push-out gespielt werden.
5.6 Fouls
(1) Begeht ein Spieler ein Foul, so ist seine Aufnahme beendet und keine der mit dem Foul versenkten
Kugeln wird wieder eingesetzt. (Ausnahme: wenn die “9″ versenkt wird, wird Sie wieder aufgebaut.)
Begeht ein Spieler mit einem Stoß mehrere Fouls, so werden diese nur als ein Foul gewertet.
(2) Der dann aufnahmeberechtigte Spieler hat Lageverbesserung auf dem ganzen Tisch. Vor dem
ersten Stoß kann er die Weiße an beliebiger Stelle plazieren.
5.7 Falsche Kugel
Ist die von der Weißen zuerst getroffene Kugel nicht diejenige mit der niedrigsten Zahl auf dem Tisch,
so liegt ein Foul vor.
5.8 Keine Bande
Wurde keine Farbige versenkt und läuft keine farbige Kugel oder die Weiße nach der Karambolage eine
Bande an, so liegt ein Foul vor.
5.9 Freie Lageverbesserung
Hat ein Spieler freie Lageverbesserung, so kann er die Weiße überall auf dem Tisch plazieren, außer
press an eine Farbige. Er kann die Weiße solange verlegen, bis er seinen Stoß ausführt.
5.10 Vom Tisch gesprungene farbige Kugeln
(1) Eine nicht versenkte Kugel wird als vom Tisch gesprungen angesehen, wenn Sie irgendwo anders
als auf der Tischplatte zu liegen kommt.
(2) Springt eine Farbige vom Tisch, liegt ein Foul vor. Die vom Tisch gesprungenen Farbigen bleiben
aus dem Spiel (Ausnahme: wenn die “9″ vom Tisch gesprungen ist) und das Spiel geht weiter.
5.11 Fouls bei Jumpshots und Kopfstößen
Wird ein Spiel ohne Schiedsrichter gespielt, so liegt ein Foul vor, wenn während eines Jumpshots,
Bogenstoßes oder Kopfstoßes eine nicht anspielbare Kugel sich bewegt, weil versucht wurde, über Sie
oder um Sie herum zu spielen. Dabei ist es unerheblich, ob die Kugel durch die Hand, das Queue, das
Hilfsqueue oder einen Durchstoß bewegt wurde.
5.12 Drei aufeinanderfolgende Fouls
(1) Begeht ein Spieler drei Fouls in drei aufeinanderfolgenden Aufnahmen, ohne dazwischen einen
korrekten Stoß zu spielen, so verliert er das Spiel. Die drei Fouls müssen in einem Spiel auftreten.
Zwischen dem zweiten und dem dritten Foul muß eine Warnung erfolgen.
(2) Die Aufnahme eines Spielers beginnt zu der Zeit, wenn es ihm erlaubt ist, einen Stoß zu spielen und
endet mit einem Stoß, mit dem er verfehlt, ein Foul spielt oder gewinnt, oder wenn er zwischen zwei
Stößen ein Foul begeht.
Kommentar: Ein Anstoßfoul zählt auf die Drei-Foul-Strafe.
5.13 Ende des Spiels
(1) Das Spiel beginnt, sobald die Weiße beim Eröffnungsstoß das Kopffeld verläßt. Die “1″ muß beim
Eröffnungsstoß korrekt angespielt werden.
(2) Das Spiel endet, sobald die “9″ mit einem korrekten Stoß versenkt wird oder wenn ein Spieler das
Spiel wegen eines schweren Verstoßes gegen diese Regel als verloren gewertet bekommt.
Kommentar: Das Spiel ist nicht beendet, bevor nicht alle Kugeln zur Ruhe gekommen sind. Das Spiel
endet, wenn ein Spieler sein drittes Foul in Folge begeht.

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